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Ergonomie in Theorie und Praxis

Ergonomie in Theorie und Praxis

Eine Studie hat gezeigt, daß 81% der Büroarbeiter nach Ihrem Arbeitstag Schmerzen haben oder sich unwohl fühlen. Die ergonomie belibt in den Büros eines der bestimmenden Themen. Aber wo kommt der Name Ergonomie her?



Wo Menschen arbeiten, wird versucht mit möglichst geringer Anstrengung ein Maximum an Ergebnissen zu erzielen. Um gesundheitliche Schäden zu minimieren wurde Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen, ergonomische Überlegungen in die Arbeitsplanung mit einfließen zu lassen.

 Der Engländer K.F. Hywel  Murrel begründete die "Gesellschaft für ergonomische Forschung" und schlug 1949 vor die beiden griechischen Wörter ergon (Arbeit) und nomos (Regel, Gesetz) zur Kennzeichnung einer neuen, naturwissenschaftlich zu verstehenden, Disziplin zur Erforschung von Problemen menschlicher Arbeit vor.

Jedoch 100 Jahre zuvor, nämlich 1857, hatte der polnische Naturwissenschaftler Wojciech Jastrzebowski in seiner Arbeit "Grundriss der Ergonomie oder Lehre von der Arbeit, gestützt auf die aus der Naturgeschichte geschöpfte Wahrheit" den Begriff verwendet.

 Neben dem Begriff ergonomics wir auch oft von human factors gesprochen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag der Fokus noch auf der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Industrie, aber ab den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Computerarbeitsplatz verbreiteter und der Fokus verschob sich auf die Reduzierung von Beschwerden bei der Computerarbeit. Die Ergonomie wurde um die physische,  kognitive und soziale Faktoren erweitert, so daß heute der Mensch im Vordergrund steht.  Dh. die Arbeitsmittel sollen an die Anforderungen der Menschen angepasst werden.

Das Ziel von heutiger ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung: Erreichung einer ausgewogenen Beanspruchung des Menschen durch Anpassung der Arbeitsaufgabe, des Arbeitsplatzes, der Arbeitsumgebung und -organisation an die menschlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bedürfnisse.

Soweit die Theorie. Und die Praxis?
Eine Studie von Microsoft und Kelton Global 2013 ergab, daß 86% der Beschäftigten nicht komfortabel arbeiten. Die daraus resultierenden Schmerzen wirken sich nicht nur auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus, auch auf deren Effizienz. Mehr als die Hälfte kommt auf Grund der Arbeitsbedingungen mindestens einmal pro Monat nicht zur Arbeit und muß im Alltag vermehrt Pausen einlegen.

Häufigste Nennung von Beschwerden:

  • 48% Schultern
  • 36% Nacken
  • 31% oberer Rücken
  • 18% Handgelenke
  • 8%  Hände

 Deutsche Arbeitnehmer nennen als Hauptgrund das lange Arbeiten und Sitzen am Bildschirm (42%) oder Schreibtisch (38%), langes Tippen auf der Tastatur (21%) und die dauerhafte Nutzung der externen Maus (9%).

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstitutes YouGov im Auftrag von MMD Monitors& Displays.

Laut dieser Studie wurden 66% nicht darin eingewiesen, wie sich Tisch, Stuhl, Computer und Monitor an ihrem Arbeitsplatz einstellen lassen. Allerdings haben nur 8% der Befragten mit Ihrem Arbeitgeber über Ihre Beschwerden gesprochen.

Um Beschwerden zu minimieren und die Effizienz im Büro zu steigern, reicht es nicht die Mitarbeiter mit einem Sitz-Steh- Tisch auszustatten, sondern Sie müssen informiert und geschult werden in der richtigen Anwendung ihrer ergonomischen Arbeitsmittel.
Beide Studien kamen sogar zu dem Ergebnis, daß viele Mitarbeiter für eine ergonomische Ausstattung sogar auf andere Leistungen, wie zum Beispiel  kostenfreies Mittagessen, verzichten würden.
Laut der Studie "Beweg Dich, Deutschland" der TK Techniker Krankenkasse, war der meistgenannte Wunsch der Arbeitnehmer (44%) ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz.

Fazit:

Sorgen Sie als Arbeitgeber für ergonomische Büroausstattung und entsprechende Schulungen und Trainings, oder fordern sie diese als Arbeitnehmer ein.

Am Ende profitieren alle von Gesundheit und Produktivität