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Fast die Hälfte aller Bürodrehstühle ist veraltet

Fast die Hälfte aller Bürodrehstühle ist veraltet, so das Ergebnis einer Forsa- Umfrage im Auftrag des Büroeinrichterverand bso. Im ersten Teil der Umfrage standen die Themenfelder Bewegungsmangel und Lärm im Fokus. dazu hat uns auch das aktuelle IHK- Magazin befragt.


Viele Veröffentlichungen, Studien und Forschungen haben sich in den letzten Jahren mit der Qualität der Büroarbeitsplätze beschäftigt. Aber hat das auch zu einer Veränderung in der Qualität Büroeinrichtung geführt?

Lesen Sie hier unser aktuelles Interview im IHK- Magazin 10/2015

Umfrage Forsa bsoForsa hat im Auftrag des Büroeinrichter- Verbandes bso circa tausend Interviews geführt und Büroangestellte über Ihre Büroeinrichtung und Arbeitsplatzsituation befragt.

In diesem ersten Teil der Untersuchung, die im Mai 2015 veröffentlicht wurde, standen die beiden Themenfelder Bewegung und Lärm im Vordergrund. Der Bewegungsmangel unserer Gesellschaft ist vorallem aus Sicht der Arbeitsmediziner eine der größten Gefahren bei der Büroarbeit. Der Bewegungsmangel hat Auswirkungen auf die Zahl der Muskel- Skelett- Erkrankungen, beeinträchtigt unser Herz- Kreislauf- Sytem und führt nachweislich zu einem erhöhten Diabetesriskiko. Abhilfe schaffen viel Bewegung während des Sitzens und regelmäßige Unterbrechungen durch Gehen und Arbeiten im Stehen.

Dazu hat uns auch die Redaktion des IHK- Magazins befragt.

Qualität der Büroeinrichtung in deutschen BürosDie Ergebnisse der Umfrage zeigen, daß es trotz Information und Aufklärung sowie vielfältiger privater und öffentlicher Initiativen noch viel zu tun gibt in Sachen Qualität der Büroeinrichtung.

  • So hat ein Drittel aller Beschäftigten im Bürobereich immer noch  keine geeignete Büroeinrichtung, die ein gelegentliches Arbeiten im Stehen ermöglicht.
  • Jeder Fünfte fühlt sich häufig durch Lärm belästigt. Bei Angebstellten die in einem Großraumbüro arbeiten steigt dieser Anteil sogar auf 32 Prozen.
  • 8% aller Beschäftigten gelten durch die Belastung aus Stress und Bewegungsmangel  als hochgefährdet (gleichzeitige belastung durch Lärm und veraltete Möbel)

Aber es gibt auch gute Nachrichten:

  • Die Zahl der Sitz-Steh-Arbeitsplätze hat sich in den letzten 4 - 5 Jahren verdoppelt.
  • Jeder Vierte Arbeitnehmer kann an einem elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch arbeiten. Da bei eletrisch höhenverstellbaren Schreibtischen mit der Tischplatte auch PC, Monitor und Tastatur mit in die Höhe fahren, werden diese Arbeitsplätze wesentlich häufiger für das Arbeiten im Stehen genutzt als herkömmliche Stehpulte oder andere nicht verstellbare Alternativen.
  • "Dynamisch Sitzen", dh. Sitzfläche und Rückenlehne sind beweglich, können derzeit 59 Prozent. Obwohl es mehr gute Stühle als Sitz-Steh-Arbeitsplätze gibt, sieht der Büromöbelverband diese Zahlen aber kritisch. Er weist darauf hin, daß die Anzahl der mit bewegungsförderlichen Stühlen ausgestatteten Büros seit Jahren nur sehr wenig steigt.

Der in Wiesbaden ansässige Verband der Büroeinrichter bso bemängelt, daß bei einigen Unternehmen die Büros mit der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung Schritt hält und im Gegenzug bei anderen Unternehmen praktisch garnichts passiert. man geht davon aus, daß es noch geraume Zeit dauern wird, bis alle deutschen Büros mit gesundheitsförderlichen Einrichtungen ausgestattet sind.

Der zweite und dritte Teil der Umfrage zur Qualität deutscher Büroarbeitsplätze beschäftigen sich mit den Kommunikationszonen und dem Homeoffice.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Umfrage, Grafiken und andere Meldungen des bso.

Lesen Sie das Interview, daß das IHK- Magazin zur Qualität der heutigen Arbeitsplätze aus Sicht des Fachhandels mit uns, Bürocenter Butzbach, führte.

Quelle: bso- Verband der Büroeinrichter
Bild: buero-forum, (c)damato-Fotolia.com